Software G&P Dach-Aufmass

 

Nutzungshinweise  –  Beispielrechnung

 

 

 

Ziel

Anhand der nachfolgend beschriebenen Beispiele, wofür im Detail die einzelnen Bedienerhandlungen für die Eingabe/Berechnung/Ausgabe beschrieben werden, soll dem Anwender der Umgang mit o. g. Software erleichtert werden. Es werden zwei Beispiele zum Nachvollzug angeboten, wobei das erste Beispiel bewusst einfach gehalten wurde.

Beispiel 1 : Walmdach mit    Steildachgaube

      konischer Schornstein

      Teilfläche

Beispiel 2 : Kreuzdach / beide Anbaudächer an einem Giebel

Erläuterungen / allg. Hinweise

Zur Minimierung des Eingabeaufwandes wurden i. d. R. „glatte“  Aufmasswerte (ohne Nachkommastelle) verwendet.

Die in den einzelnen Hauptmenüfeldern (HF) aufgeführten Menüpunkte/Felder (MP) werden in der Beispielrechnung fett und/oder kursiv dargestellt.

 

Bei der Beschreibung der Vorgehensweise werden Abkürzungen verwendet, welche nachfolgend aufgelistet werden

 

Hauptmenüfeld

HF

Menüpunkt/-feld

MP

Voreinstellung

VE

Einfachklick

EK

Doppelklick

DK

Mauszeiger 

MZ

Walmdach   

WD

Kreuzdach   

KD

Erfassungsmaske

EM

Datenerfassungsfeld

DEF

Eingabewerte

EW

Teilfläche

TF

 

1.      Beispiel 1 / Walmdach

 

1.1    Aufmasswerte (Erfassung vor Ort / maßstabsgerechte Zeichnung)

 

Falls keine maßstabsgerechte  Zeichnung des Objektes zur  Verfügung steht, können unter dem Hauptmenüfeld (HF) DATEI / Aufmassblätter drucken für die Erfassung vor Ort Skizzen (Aufmassblätter) für  Dächer/Gauben/Schornsteine etc.  ausgedruckt werden (vgl. Anlage (1) bis (4) für das Beispiel 1).

 

1.2     Erfassung der Aufmasswerte am Monitor

1.2.1  Aufmass neu

 

Unter HF DATEI ist das Feld Aufmass neu anzuklicken.

 

1.2.2  Objektbezeichnung

 

Das  Fenster, welches hiermit  geöffnet  wird, ist für die Eingabe der Objektbezeichnung  vorgesehen. Es wird  weiterhin  abgefragt, ob  es  sich  um  eine  Ziegel- oder Schiefereindeckung handelt (Bei der Schiefereindeckung wird die Firstlänge doppelt ausgewiesen. Die Voreinstellung (VE) ist  entsprechend  Ziegeleindeckung vorge-nommen worden.

 

1.2.3 EINGABE  / Dachform

 

Gewöhnlich wird unter dem HF EINGABE zuerst die Dach(grund)form ausgewählt. Nach   einem   Einfachklick  (EK)  oder   Platzierung   des   Mauszeigers  (MZ)   auf Dachformen wird ein Fenster mit den aktuell zur Verfügung stehenden Dachformen eingeblendet. Steht der  MZ auf  Walmdach (WD), wird  anschließend  symmetrisch ausgewählt.

 

1.2.4  Erfassungsmaske (EM) / Datenerfassungsfelder (DEF)

 

In  den  DEF  der  EM  für  das  Walmdach (WD)  sind  die  Aufmasswerte zu übertragen. Mit  der  TAB-Taste, beginnend  im DEF  Firstlänge, wird dabei von  DEF zu  DEF „gesprungen“. Steht  der  Cursor  im  DEF  Sparrenlänge, wird  ein  Fenster   eingeblendet und durch  EK kann man das Tool zur  Sparrenlängenberechnung benutzen, falls die Sparrenlänge nicht bekannt ist und dafür der  Dachwinkel und entweder die Höhe  oder die  halbe  Giebelbreite inkl.  Überstand. Sind  diese  beiden  EW eingetragen wird über ENTER-Taste die Sparrenlänge eingeblendet und es können durch EK auf den  MP  Übernahme  die so ermittelte   Sparrenlänge und die volle  Giebelbreite in die DEF übernommen werden. Wird das o. g. Tool  nicht genutzt und ist die  Giebelbreite  nicht  bekannt,  erscheint beim EK auf CAD oder Ergebnisse ein  Hinweis „Sie haben keine Giebelbreite eingegeben“. Per  EK auf  NEIN  wird  die  Giebelbreite  unter  Annahme eines  Dachwinkels von 45° berechnet.

 

Die verwendeten Eingabewerte (EW) sind der Anlage zu entnehmen. Handelt es sich  wie im  dargebotenen  Beispiel  um ein  einfaches  WD ohne  Mansarde, werden  die äußeren DEF „frei gelassen“, es wird also nichts eingetragen.

 

Nachdem alle Werte für die ausgewählte Dachform eingegeben sind, kann unter dem HF  ERGEBNISSE  das  Aufmass  mit  den  Angaben  zu  Flächen/Teilflächen  und  Längen abgerufen werden (vgl. Punkt 1.3 / Ergebnisse und Anlagen (6) / (7)).

 

Unter  dem  Menüpunkt  CAD  der EM  Walmdach  kann die maßstabsgerechte Darstellung der  Dachform (mit oder ohne Gauben) auf dem  Monitor  angezeigt werden bzw. Druck – Anlage (5)). Nähere Erläuterungen werden unter Punkt 1.4 / CAD aufgeführt.

 

1.2.5  EINGABE / Gauben / Erfassungsmaske

 

HF EINGABE à MP Gauben à Steildachgaube.

Gaube Nr.1 ist eine Steildachgaube mit  Walmdach und Gaube Nr.2 mit  Satteldach.

 

Anhand des  Aufmassblattes  (vgl. Punkt 1.1 u. Anlage)  werden die  Aufmasswerte in die EM  für die  Steildachgaube übertragen. Die  EM  zeigt  die  Vorder- und  die Seitenansicht  der  Gaube. Wenn die  Vorderfront  (gelbe Fläche)  nicht  eingedeckt wird (entsprechende Abfrage beachten), brauchen bei der  Gaubengröße wie im gezeigten Beispiel die Fensterabmessungen nicht eingetragen werden, da lt. VOB das Fenster übermessen wird (2,5 qm).

 

Beim  Eintragen der  Werte in die  DEF der  rechten  EM-Hälfte/Seitenansicht wird unterschieden zwischen  Trauflänge und horizontale Länge der Gaubenwange. Dies ist  zur  Berechnung  der  Gaubenwangenfläche erforderlich, falls  diese  eingedeckt werden soll (grüne Fläche à Abfrage beachten).

 

Ist die Gaube als Erker ausgebildet, wird in der EM (rechts unten) der entsprechende Wert  eingegeben. In  diesem  Fall ist  die  Abfrage (graues Feld) „Ist  diese  Strecke Wandanschluss ?“ auf NEIN zu ändern à EK.

 

Steht der Cursor im DEF für die Sparrenlänge, öffnet sich ein Eingabefenster für die Gaubendachkehllänge. Es  kann dieser  Wert eingetragen werden, falls die  Sparrenlänge nicht zur Verfügung steht.

 

Schließlich ist die Abfrage Satteldach- oder  Walmdachausführung zu beachten. Die VE steht auf Satteldach/senkrecht, vgl. EM links oben à rotes Abfragefeld. Im Beispiel 1 ist folglich geneigt anzuklicken.

 

Nach der Eingabe der Anzahl von Gauben mit diesen Abmessungen ist diese Gaube abzuspeichern à Speichern unter à EK à Gaube 1.

 

Unter   CAD   kann  die  maßstabsgerechte  Draufsicht  angezeigt  und  ausgedruckt werden (vgl. Anlagen 8 / 9).

 

Die Gaube Nr.2  kann kopiert werden, indem  in der oberen Menüzeile auf Gaube1 geklickt  wird. Nunmehr  werden  die  Werte  für  die  Gaube 1 eingeblendet. Es   ist lediglich ein EK auf senkrecht im  roten Abfragefeld vorzunehmen, da diese  Gaube ein Satteldach hat. Danach Speichern unter Gaube 2 (EK). Es erscheint ein Hinweis bezüglich der  unterschiedlichen  Dachwinkel zwischen  Gaubendach und  Gaubenwange. Da die Firstlänge von 2,5m der Walmdachgaube Nr. 1 nicht geändert wurde, ergibt sich eine Differenz größer 5° (5° Toleranz werden programmtechnisch zugelassen). Wird nun die  Abfrage mit  JA  beantwortet (EK), erfolgt per  hinterlegtem Algorithmus eine Korrektur der Firstlänge.

 

Dem Ergebnisblatt (vgl. Anlage (10)) können nunmehr auch sämtliche Gaubenwerte entnommen werden. Die Differenz zwischen  schräger Fläche (Gaubendachfläche) und Gaubenabzugsfläche geht in die Zusammenfassung / schräge Fläche ein.

 

Besonderheit : Wenn für die Gaubenhöhe Null eingegeben wird, d.h. die Traufe des Daches liegt  auf  gleicher  Höhe mit der  Gaubentraufe, wird  nur  das  Gaubendach berechnet (die  Gaubenabzugsfläche ergibt sich hier  lediglich  anhand des  Gaubendaches (Dreieckfläche).

 

1.2.6  EINGABE / Schornstein / Erfassungsmaske

 

HF EINGABE à MP Schornsteine à konischer Schornstein

 

Die EM  zeigt die  Vorderansicht (von der Traufe des Daches in Richtung First) und die Seitenansicht des konischen Schornsteines.

 

Wird, wie bei dem gewählten Beispiel mit einer  Kehllänge von 2,3m, und nachdem alle  Werte in den  DEF eingegeben worden sind auf  Speichern unter  geklickt (z.B. Schornstein 1) erscheint ein   Hinweis auf eine  inkorrekte   Kehllänge  mit der  Angabe  eines  Grenzwertes für  einen  sinnfälligen  Bereich. Nach  dem   Rücksprung kann  man  somit die Kehllänge z.B. auf  2,20 m ändern. Mit diesem Wert zeigt der eingearbeitete  Plausibilitätstest keinen  Fehler im Berechnungsalgorithmus an.

 

Soll ein  Schornstein  separat berechnet werden (z.B. neuer Schornsteinkopf), kann der  Dachwinkel, welcher evtl.  Auswirkungen  auf die  Abzugsfläche  hat, manuell eingegeben werden.

 

1.2.7 TEILFLÄCHEN / Teilfläche neu / Trapez-Umfang

 

Dieses Modul dient einmal zur  separaten Berechnung eines  komplizierten  Daches oder zur  Integration / Berücksichtigung  von  Teilflächen (TF) in das zuvor berechnete Hauptdach. 

 

Unter Teilflächen neu werden dem Anwender die z. Zt. integrierten ebenen Flächen und  Oberflächen  angezeigt. Die dargebotene  Auswahl ist z. T.  noch weiter unterteilt. Beim Trapez gibt es z.B. 2 Berechnungsmöglichkeiten :

 

Eingabe der 2 parallelen Längen

Eingabe der Höhe

 

 oder die Berechnung über die „Umfassungslinien“.

 

In  der  EM wird  links oben die  laufende Nr. der  Teilfläche (TF)  angezeigt. Ferner gibt es  DEF  für  die  Teilflächenbezeichnung, ein  Notizfeld  für  weitere  Angaben (z.B. zur Lage dieser TF)  und ein DEF für die Anzahl dieser TF. Unter den DEF für die  Längenangaben können  Fenster für die  Eingabe der Zuordnung  wie z.B. Grat-,  Ort-, Kehllängen geöffnet und durch  EK  diese Zuordnung fest geschrieben werden.

 

Messfehler  können gerade beim  Trapez/Umfang  ausgeglichen  werden, wenn  z.B. das Trapez rechtwinklig sein soll und dies aber durch die EW nicht der Fall ist. Über die   Abfrage   „Ist das Trapez rechtwinklig ?“    kann  eine   Korrektur  des   kurzen Schenkels erwirkt werden (vgl. Beispiel 1 vor und nach der Korrektur / Anlagen (11)  bis (14)).

 

Die Ergebnisse aus der Teilflächenberechnung werden in das  Gesamtergebnis übernommen (vgl. Anlage (15)).

 

Unter dem MP  Teilflächen öffnen  kann der  Anwender durch  EK jederzeit die  TF einsehen und/oder ändern.

 

1.3    ERGEBNISSE

1.3.1 Zusammenfassung

 

Das komplette Aufmassblatt mit allen Flächen- und Längenangaben zum Hauptdach (Beispiel Walmdach), den  Gauben, Schornsteinen und den  Werten aus dem  Modul Teilflächenberechnung  werden hier angezeigt und ausgedruckt. Die Flächen werden unterteilt in :

 

· schräge Flächen

· senkrechte Flächen (Giebel)

· waagerechte Flächen (Flachdach) 

 

In der Zusammenfassung werden auch die Abzugsflächen der Gauben, evtl. Schornsteine berücksichtigt (vgl. Anlage (15)).

        

Bei den Gauben wird ebenfalls eine Unterteilung in Dach- und Wandbereich vorgenommen (unterschiedliche Eindeckungsart). Im Block für die Gaubenwerte sind alle eingegebenen  Gauben  enthalten, so dass ein  Nachvollzug  jeder  einzelnen  Gaube nicht möglich ist. Wird dies gewünscht, können unter  Einzelausdruck die Werte für jede Gaube/Schornstein separat abgerufen werden.

 

1.3.2 Teilflächen

 

Die einzelnen  Teilflächen eines  Daches (hier Walmdach) werden  gekennzeichnet, d.h.  nummeriert und unter Teilflächen mit der  mathematischen  Formel, den zugehörigen Parametern und der Teilfläche selbst ausgewiesen. Somit kann der Forderung der ausschreibenden Institutionen, aber auch des privaten Sektors nachgekommen werden.

 

Mit den Teilflächenergebnissen ist es leicht und übersichtlich möglich das  Gesamtergebnis nachzuvollziehen.

 

1.4    CAD

 

Unter CAD werden dem Anwender 3 Möglichkeiten angeboten.

 

· Aufbauten (Gauben/Schornsteine/Dachfenster) positionieren

· CAD-Ansicht / Grunddach mit Bemaßung

· CAD-Ansicht / Grunddach mit Aufbauten

 

1.4.1 Aufbauten positionieren

 

Mittels dieses MP können folgende Arbeitsschritte realisiert werden.

 

· Aufbautenauswahl

 

Die zuvor eingegebenen Gauben (z. Z. realisiert Steil-, Trapez- und Flachdachgaube für das Walm- und Satteldach. Im Rahmen der Software-Entwicklung wird der Umfang ständig erweitert) und Teilflächen (Erfassung über das Modul Teilflächen) werden auf dem Monitor im linken Teil, geordnet z.B. nach Gaubennummer und Anzahl, angezeigt und können per Drag & Drop auf das Grunddach platziert werden.

 

Beim Platzieren der Gauben, wenn diese als Erker ausgebildet sind, bzw. beim Platzieren/Anfügen von Teilflächen kann der Maßstab verändert bzw. die Lage des Daches geändert (verschoben) werden, damit das Dach mit den Gauben/TF vollständig und zentriert dargestellt werden kann.

 

Über die eingeblendeten  Koordinatenfelder können  außerdem direkt die x- und y-Koordinaten  eingegeben werden, so dass eine  exakte Positionierung möglich ist. Nach der Koordinateneingabe à EK auf das Feld manuell setzen beachten.

 

Je  nach Lage der  Gaube erfolgt  bei der  CAD-Anzeige bzw. –druck eine  Ausrichtung, so dass  kein  „Drehen“ der  Gaube  durch den  Anwender erforderlich ist (vgl. Anlage (16)).

 

· Aufbauten einblenden

 

Wird ein bereits abgespeichertes Aufmass wieder aufgerufen (Aufmass öffnen), erfolgt die Darstellung des Grunddaches ohne Gauben (obwohl Gauben erfasst worden sind). Durch Anklicken o.g. Feldes werden die positionierten Gauben angezeigt.

 

· Aufbauten ausblenden

 

Da die Gauben in der CAD-Darstellung Maße oder Teilflächennummern verdecken können, kann zwischenzeitlich per Aktivierung dieses Untermenüpunktes das komplette Grunddach ohne Gauben eingeblendet werden.

 

· Aufbauten löschen

 

1.4.2 CAD-Ansicht und CAD-Druck

 

Der Anwender kann wählen zwischen Darstellung des Grunddaches mit kompletter Bemaßung  jedoch ohne Gauben oder der Darstellung ohne Bemaßung aber mit den Gauben. Bei der Druckerausgabe kann man unter verschiedenen Maßstäben auswählen.

 

1.5 Aufmass speichern / öffnen

 

Das gerade bearbeitete Aufmass wird nicht automatisch gespeichert. Unter dem HF DATEI / Aufmass speichern kann ein  logischer Dateiname für das Aufmass vergeben werden. Unter diesem Dateinamen findet der Anwender unter DATEI / Aufmass öffnen zur weiteren Bearbeitung oder Einsichtname das betreffende Aufmass wieder. Per EK werden weitere Informationen, dieses Aufmass betreffend, angezeigt (Anzahl Gauben/Schornsteine/TF usw.). Mittels DK gelangt der Anwender sofort in die EM.

 

Ist der Dateiname einmal vergeben, reicht in den einzelnen EM ein EK auf Speichern, um Veränderungen / Erweiterungen des Aufmasses zu speichern.

 

2. Beispiel Kreuzdach

 

Beschreibung ist in Arbeit

 

                                   

  Anlage

 

Beispiel Aufmassblatt Walmdach (1)
Beispiel Aufmassblatt Steildachgaube/konischer Schornstein (2) bis (4)
CAD-Darstellung Walmdach (5)

Übersicht der Teilflächen (6)

Ergebnisblatt ohne Werte für Gauben/Schornstein/Teilflächen (7)
CAD-Darstellung der Gauben (8) / (9)
Ergebnisblatt mit den Gaubenwerten (10)
Darstellung der Teilfläche vor und nach der Korrektur auf ein rechtwinkliges Trapez (11)/(12)
Ergebnisse der Teilflächenberechnung (13) / (14)
Ergebnisblatt mit Gauben-, Schornstein- und Teilflächenwerten (15)
CAD-Darstellung des Walmdaches mit den positionierten Gauben (16)